Eine ehrliche Antwort auf die Frage, mit der viele Patientinnen und Patienten zu uns kommen – und das Plädoyer für eine Medizin, die den ganzen Menschen sieht.
Das ist meistens die erste Frage, die uns Patientinnen und Patienten stellen, wenn sie das Wort Psychosomatik zum ersten Mal hören.
Die Antwort ist klar und einfach: Nein. Sie sind nicht verrückt geworden.
Nur weil etwas mit „Psycho" anfängt, heißt das nicht, dass es für Spinner, Schwache oder Simulanten ist. Das ist ein Denkfehler aus dem letzten Jahrhundert – und er hat sich bei einigen leider bis heute gehalten.
Wir glauben immer noch, mancher von uns: Hier die echten, sichtbaren Krankheiten – dort das, was „nur psychisch" ist. Aber diese Trennung ist überholt.
Jedes Gefühl verändert Ihren Hormonhaushalt. Stress aktiviert Ihr Nervensystem. Angst beeinflusst Ihr Immunsystem.
Und andersrum genauso: Schmerzen beeinflussen Ihr psychisches Empfinden, körperliche Zustände beeinflussen Ihre seelische Verfassung. Das ist keine Esoterik, das ist Medizin.
Ja, Psychotherapie gehört dazu. Aber genauso wichtig sind diese Bausteine – und zwar zusammen, nicht einzeln:
Das Gespräch als zentrales Werkzeug, um Muster zu verstehen und neue Wege zu finden.
Körperliche Symptome ernst nehmen, abklären und medizinisch verstehen.
Den vegetativen Zustand verstehen und gezielt in Balance bringen.
Körperliche Aktivität als Hebel für Hormonhaushalt, Schlaf und Stimmung.
Spannungsmuster lösen, Beweglichkeit zurückgewinnen, Körperwahrnehmung stärken.
Alltag, Schlaf, Ernährung, Pausen – die unsichtbaren Stützpfeiler der Gesundung.
Und genau so sollte er auch behandelt werden.
In der Wollmarshöhe denken wir so – und machen das auch so. Wir halten das nicht für Alternativmedizin oder für eine Nische. Wir halten das für moderne Medizin.